
Ich bin in einem Haus aufgewachsen, in dem schon immer Urlaubsgäste ein- und ausgegangen sind. Bereits in dritter Generation verbringen Menschen ihre schönsten Wochen des Jahres bei uns. Früher kamen sie zur klassischen Sommerfrische, heute zum Wandern oder Skifahren. Als meine Großeltern das Jagdhaus 1934 erbauten, stand es noch allein am südlichen Ortsrand von Oberstdorf, mitten in den Öschwiesen. Seitdem ist unser Heimatort gewachsen – und mit ihm auch unsere Familie und ihre Erfahrungen.
Unsere Geschichte ist eng mit den Bergen verwoben. Von 1934 bis 1954 führten meine Großeltern die Kemptner Hütte am Heilbronner Weg. Während des Sommers arbeiteten sie oben in den Bergen, gleichzeitig musste die Vermietung unten im Dorf weiterlaufen. Mein Großvater war zuvor Bergführer und Berufsjäger in Einödsbach. Daher stammt auch die enge Verbindung unserer Familie zur Jagd und zur Natur. Als er viel zu früh verstarb, führte meine Großmutter den Betrieb mit Unterstützung der Familie allein weiter.
1980 übernahmen meine Eltern, Hansjörg und Annelie, den Vermietungsbetrieb. Sie gestalteten die ehemaligen Gästezimmer zu modernen Ferienwohnungen um und bauten 1982 das Biohaus – das erste Haus in vollbiologischer Bauweise in Oberstdorf. Mit dem Biohaus zeigten meine Eltern schon damals, dass sich Tradition und Offenheit für Neues nicht ausschließen. Wenn ich heute daran zurückdenke, beeindruckt mich das bis heute: Sie haben Bewährtes bewahrt und waren gleichzeitig offen für neue Ideen.
Mit dieser Haltung bin ich groß geworden. Ich habe erlebt, dass es bei uns nie nur darum ging, Ferienwohnungen zu vermieten. Im Mittelpunkt standen immer die Menschen, die ihren Urlaub bei uns verbringen. Vielleicht sehe ich deshalb bis heute jeden Gast zuerst als Mensch und nicht als Buchung. Dieser Gedanke begleitet mich bis heute.
2022 habe ich gemeinsam mit meiner Familie die Verantwortung übernommen. Vieles hat sich seit den Anfängen verändert. Die Art zu reisen, die Möglichkeiten zu buchen und auch die Wünsche unserer Gäste sind heute andere als früher. Geblieben ist die Freude daran, Menschen eine schöne Zeit in Oberstdorf zu ermöglichen und ihnen unsere Heimat so zu zeigen, wie wir sie selbst jeden Tag erleben.
Ich freue mich, wenn unsere Gäste nach ihrem Urlaub mit dem Gefühl nach Hause fahren, nicht einfach irgendwo gewohnt zu haben, sondern bei Familie Lingg zu Gast gewesen zu sein.
Ihre
Ein Ort voller Erinnerungen. Die Eingangstüre des Jagdhauses öffnet sich seit vielen Jahrzehnten für Besucher und Freunde. Die Holztreppe knarzt, wenn man auf ihr hinaufsteigt und jeder Winkel erzählt seine eigene Geschichte. Entdecken Sie den besonderen Charme unseres Jagdhauses und schlafen Sie gut in einer der fünf gemütlichen Wohnungen.